Martin Walker, ein Schotte, der uns Frankreich und das Périgord nahe bringt

Zum Autor Martin Walker:

Martin Walker ist 1947 in Schottland geboren und hat in Oxford und Harvard Geschichte, Wirtschaft und internationale Beziehungen studiert. 25 Jahre lang hat er als Journalist bei der Londoner Zeitung „The Guardian“ gearbeitet. Er war Büroleiter in Moskau und in Washington. Als Journalist und Autor schrieb er aber auch für Zeitungen wie „The New York Times“, „Washington Post“, „New Yorker“ oder „Die Zeit“ unter anderem.

Er ist verheiratet und er lebt mit seiner Familie in Washington und im Périgord, einer Region im Südwesten Frankreichs, die besonders für gutes Essen und für ihre lange Geschichte bekannt ist.

In dieser geschichtsträchtigen Region hat Martin Walker seine bereits in 15 Sprachen übersetzten Bruno-Romane situiert.

Südwest-Presse: „ Martin Walker versteht es blendend, Geschichte, Aktuelles, die politische Kultur Frankreichs und die ganz spezifische Denke der französischen Provinz immer wieder zu neuen spannenden Geschichten zu vermengen.“

Seine Bruno-Romane:

2008, Bruno, Chef de police.

Wer ist denn dieser « Bruno », Hauptfigur dieser Romane?

Bruno Courrèges – Polizist, Gourmet, Sporttrainer und begehrtester Junggeselle von Saint-Denis, einer Kleinstadt im Périgord – wird an den Tatort eines Mordes gerufen. Ein algerischer Einwanderer, dessen Kinder in der Ortschaft wohnen, ist tot aufgefunden worden. Das Opfer ist ein Kriegsveteran, Träger der „Croix de Guerre“, und weil das Verbrechen offenbar rassistische Hintergründe hat, werden auch nationale Polizeibehörden eingeschaltet, die Bruno von den Ermittlungen ausschließen wollen. Doch der nutzt seine Ortskenntnisse und Beziehungen, ermittelt auf eigene Faust und deckt die weit in der Vergangenheit wurzelnden Ursachen des Verbrechens auf.

2009, Grand Cru, der zweite Fall für Bruno, Chef de police

Ein geheimes Paradies auf Erden, das ist das Périgord. Oder vielmehr war es, denn die Weinberge der Gegend sollen von einem amerikanischen Weinunternehmer aufgekauft werden. Es gärt im Tal, in den alten Freund- und Seilschaften, und in einem Weinfass findet man etwas völlig anderes als Wein – eine Leiche.

2010, Schwarze Diamanten

Das Périgord ist die Heimat der schwarzen Trüffel – sie sind, bei einem Preis von 1000 Euro pro Kilo, der wichtigste Bodenschatz der Region. Als ruchbar wird, dass die schwarzen Diamanten auf dem Trüffelmarkt des Nachbarorts mit billigen Importen aus Asien verschnitten werden, muss Bruno als Chef de police ermitteln. Der Fall nimmt eine dramatische Wendung, als ein furchtbarer Mord begangen wird – an Brunos altem Jagdfreund Hercule, dem größten Trüffelexperten der Region. Bruno steht nun vor der Herausforderung, die Verbindung zwischen diesem und einigen lange zurückliegenden Verbrechen zu finden, die eng mit Frankreichs unrühmlicher, kolonialer Vergangenheit in Indochina verknüpft sind. Eine Geschichte mit Dominoeffekt, die als beschauliche Erzählung über eine kulinarische Spezialität beginnt und sich zu einem rasanten Thriller, der mehrere Kontinente und ein halbes Jahrhundert umspannt, steigert.

2011, Delikatessen

Für Brunos Geschmack ist im malerischen Saint-Denis im Périgord entschieden zu viel los: Ein spanisch-französisches Gipfeltreffen ruft die Separatistenbewegung ETA auf den Plan, eine Gänsefarm wird von Tierschutzaktivisten attackiert, und dann ist da auch noch die archäologische Ausgrabungsstätte, deren deutscher Forschungsleiter nach einem prähistorischen Menschen sucht. Das Skelett, das dann auch gefunden wird, ist allerdings längst nicht so alt wie erhofft, und Bruno muss gute Nerven beweisen, um all die Fäden zusammenzuführen.

2012, Femme fatale

In Martin Walkers fünftem ›Bruno‹-Roman geht es um Wasser: Um glasklare, gemütliche Flüsse im Périgord, auf denen statt Kanufahrern eine schöne, nackte (leider tote) Frau mit einem satanistischen Tattoo heruntertreibt. Um undurchsichtige Finanzflüsse. Um ein Labyrinth prähistorischer Grotten und ein internationales Ferienresort an lauschigen Ufern. Es geht um Fischspezialitäten, mit denen Bruno die Frauen verführt, und um große Fische einer Rüstungslobby, die ihm fast wieder von der Angel springen. Und schließlich um Teufelsweiber, die schon seit Madame de Montespan, der Mätresse von Ludwig XIV., die französischen Staats- und Finanzgeschäfte zu lenken versuchen.

2013, Reiner Wein

Der 6. Band von Martin Walkers erfolgreicher Krimireihe wurde im Deutschen in über 1 Mio. Exemplaren verkauft. Bruno, Chef de police, muss eine Serie von Raubüberfällen aufklären. Deren Spuren führen zurück in den Sommer 1944, als die Résistance einen Geldtransport überfiel und mit der Beute das Weite suchte. Es geht aber auch um gestohlene Weine und Antiquitäten, deren Besitzer sich als britischer Geheimdienstchef a.D. entpuppt. Und um eine Enthüllungsstory über Frankreichs Nuklearverteidigung, die kurz vor Drucklegung entwendet wird. Diese scheinbar nicht zusammenhängenden Verbrechen bringen Brunos unvergessene Liebe, Inspectrice Isabelle, auf den Plan.

2014, Provokateure

Saint-Denis im Périgord ist ein Sehnsuchtsort für viele. Auch für einige, die hier aufgewachsen sind. Doch als ein autistischer Junge aus Saint-Denis auf einer französischen Armeebasis in Afghanistan auftaucht und nach Hause möchte, ist unklar, ob als Freund oder Feind. Dies herauszufinden ist die dringende Aufgabe für Bruno, Chef de police, ehe sich verschiedene Provokateure einmischen und alle in tödliche Gefahr bringen können.

2015, Eskapaden

Das Périgord ist das gastronomische Herzland Frankreichs – neuerdings auch wegen seiner aus historischen Rebsorten gekelterten Weine. Doch die „Cuvée Éléonore“, mit der die weitverzweigte Familie des Kriegshelden Desaix an ihre ruhmreiche Vergangenheit anknüpfen will, ist für Bruno, Chef de police, eindeutig zu blutig im Abgang.

In Saint-Denis wird er nur „der Patriarch“ genannt: Marco Desaix, Kriegsheld mit hochrangigen Kontakten zur französischen, russischen und israelischen Regierung und Brunos Jugendidol, weil er als erster französischer Pilot die Schallmauer durchbrach. Auf seinem Schloss lernt Bruno neben dem überaus väterlichen Gastgeber auch dessen Familie näher kennen und bekommt neben vorzüglichen Trüffeln und Pâtés mehr familiäre und politische Intrigen serviert, als er selbst verdauen kann. Als am nächsten Morgen ein Gast tot aufgefunden und sofort eingeäschert wird, beginnt Bruno zu ahnen, dass dieser nur eine von mehreren Leichen im wohlgefüllten Weinkeller sein dürfte.

Und seit 2014 gibt es endlich für alle Fans: Brunos Kochbuch – Rezepte und Geschichten aus dem Périgord

Das Kochbuch zu den kulinarischen Krimis von Martin Walker. Statt nur delikater Kriminalfälle für Bruno gibt es endlich auch die delikaten Rezepte mit marktfrischen Zutaten von „Bruno, Chef de police“, zusammengestellt von Martin Walker und optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt durch den Food-Fotografen Klaus-Maria Einwanger! Trüffeln, Pâté, Käse, guter Wein und schöne, geschichtsträchtige Landschaft: Der Hobbykoch aus dem Périgord spricht alle Sinne an. Ein Gaumenschmaus und kulinarischer Reiseführer! Und eine große Liebeserklärung an das Périgord!

Mehr zum Inhalt

Im Mittelpunkt der Küche des Périgord steht die Institution des Marktes, auf dem man sich trifft, Klatsch und Geheimnisse austauscht und wo die regionalen Produzenten und Lieferanten allmorgendlich ihre Stände aufbauen und ihre Spezialitäten anbieten: der Bäcker seine „tarte au citron“, der Fleischer seine Entenpâtés, der Bauer sein frisches Obst und Gemüse, der Käsehersteller seinen Camembert, der Jäger seine Wachteln und der Sammler seine Trüffeln und Pilze … Alles, was man braucht, um sich auch zu Hause wie Gott in Frankreich zu fühlen.

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